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Kinderschachpatent-Lehrgang in Forchheim

oben: eingespieltes Referententeam: Patrick Wiebe (li.) und Holger Borchers
mitte: Teilnehmer beim Ausprobieren der Methoden
unten: Die Teilnehmer des Patentlehrgangs in Forchheim

Ausbildungsoffensive pur in Mittelfranken! Im vergangenen Jahr hatte der Vorsitzende vom SC Forchheim Udo Güldner in Hockenheim das Kinderschachpatent der Deutschen Schachjugend besucht. Beeindruckt holte er das Seminar in diesem Jahr in seinen Verein Forchheim. Toll organisiert von Udo selbst, der uns die 3 Tage vorzüglich betreute.

Mit dem Vorsitzenden der Deutschen Schachjugend, Patrick Wiebe und dem A-Trainer Holger Borchers erlebten die 21 Teilnehmer ein lebendiges und kurzweiliges Seminar über alles (und noch viel mehr) Wissenswerte zum Schachtraining mit Kindern von 6 bis 10 Jahren, welches gleichermaßen wertvoll wie spannend gestaltet werden kann.

Nach einer Vorstellungsrunde am Freitag referierte Patrick Wiebe über entwicklungspsychologische Voraussetzungen sowie methodische und didaktische Grundlagen für das schachliche Training mit Kindern unter 10 Jahren.

Am Samstag wurde der Rahmentrainingsplan des DSB und die Methodik der “russischen Schachschule“ sowie das Klassifizierungssystem von Vladimir Zak vorgestellt. Mit „Beginne das Schachspiel mit dem Studium des Endspieles“ von J.R. Capablanca wurden Punkte wie „vom Einfachen zum Schweren“; das Endspiel ist konkret und klar“ und das Vermeiden der Ablenkung der Kinder durch zu viele Figuren vermieden.

A-Trainer Holger Borchers zeigte geeignete Trainingsmethoden aus der Praxis für das Training mit Kindern. Mit der unveröffentlichten Formel fürs Kinderschach in Deutschland wurde den Teilnehmern ein eigenes Gewichtungssystem mit einem hohen Spaßfaktor aufgezeigt. Beachtlich war, dass dem Eröffnungsstudium sehr wenig Bedeutung beigemessen wird. Lediglich die „Goldenen Regeln“ sollten den Kindern vermittelt werden! De absolute Schwerpunkt wurde von allen Teilnehmern im Taktiktraining gesehen. Wichtig sind beim erfolgreichen Jugendtraining auch regelmäßige Wiederholungen, Konzentrationsphasen und Pausen (kann auch ein Methodenwechsel sein).

Der Nachmittag stand dann ganz unter dem Motto „ausprobieren“. Die Teilnehmer lernten eine Auswahl spezifischer Trainingsinhalte, die für die schachliche Entwicklung von Kindern von besonderer Bedeutung sind, kennen. Im 10-Minutentakt wechselten die ausgelosten Gruppen von Station zu Station. Wieder stand der Spaß beim ausprobieren der Stationen im Vordergrund. Schachmemory, Lückenschach, Perspektivenschach, Kartenschach, TSchach, Tierschach und kleinere Spiele können gleichermaßen gut eingesetzt werden wie die Lernsoftware Fritz und Fertig oder das Taktiktraining mit einem Beamer.

Ausführlich gingen die Referenten am Sonntag auf geeignete Trainingsmaterialien für Kinder sowie ein kindgerechtes Vereinsleben ein. Für alle, die auch einmal ein Kinderturnier ausrichten möchten, wurde eine ausgearbeitete Konzeption für ein Spielfest ausgehändigt. Wichtig ist auch die Auswahl kindgerechter Arbeitsmaterialien. Dazu wurde den Teilnehmern eine ausführliche Auflistung geeigneter Hefte, Bücher, Software und anderen geeigneten Hilfsmitteln vorgestellt. Mit einem Positionspapier der DSJ und einer Teilnahmeurkunde für die zufriedenen Teilnehmer machte man sich auf die Heimreise von einem tollen Wochenende.

(Klaus Böse, 1. Vorsitzender Schachjugend Mitelfranken)

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